Wien-Woche 2020

„Wien im Februar?

Da ist es ja kalt, windig und fad! Nicht mal der Prater hat geöffnet! So ein Pech auch!“

 

Ein Rückblick in Zeiten von Corona….

Im Nachhinein gesehen war der Termin für unsere lang ersehnte Wienreise ein ganz guter, denn Anfang Februar war Corona noch gaaanz weit weg in China.

 

Bei der Flughafenrundfahrt bestaunten wir die vielen Flugzeuge, welche im Minutentakt landeten und starteten. Wir sahen zwar schon die ersten Masken (leider keine Faschingsmasken) und durften dank Frau Nobis nichts angreifen, denn wir achteten schon damals sehr auf Handhygiene, aber niemand von uns ahnte zu diesem Zeitpunkt, dass das rege Treiben in und um das Flughafengelände ein paar Wochen später zu einem jähen und schmerzhaften Stillstand kommen würde.

Wie dankbar blicken wir nun auf die vielen Highlights unserer Reise zurück.

 

Angefangen vom Haus des Meeres, in dem wir uns von den Fischen die Hände „küssen lassen“ konnten, bis hin zum Besuch im Parlament. Damals hatte das Rednerpult vor das wir treten durften keinen Spuckschutz und auch kein Desinfektionsmittel stand daneben. Und vielleicht haben die Abgeordneten ja doch ein Zuckerl in der Schublade vergessen…

Wir bestiegen unbekümmert den Südturm des Stephansdomes mit seinen 343 Stufen und kamen bei Gegenverkehr von oben auf der Wendeltreppe auf engstem Raum mit fremden Menschen zusammen. Wie auch in der manchmal überfüllten U-Bahn, die die meisten von uns im Laufe der Wienwoche immer mehr zu schätzen gelernt hatten, wie auch den Karlsplatz mit seiner eindrucksvollen Kuppel und dem waghalsigen „Mini-Höhenrausch“ darunter.

Kulturveranstaltungen fanden noch ganz selbstverständlich statt.

Wie sehr wir uns auf das Musical Cats freuten und uns dementsprechend schick dafür anzogen. Ganz egal, ob uns noch ein Sturmtief mit strengen Temperaturen und eisigem Wind ins Gesicht blasen würde – eine Winterjacke und Mütze zum schönen Anzug - Fehlanzeige!

 

Die Burschen unter uns hatten mit ihrem strengen Dresscode die Mädels diesmal sogar in Stil und Eleganz fast ein wenig übertrumpft.

Am Weg zum Heeresgeschichtlichen Museum und zur Kapuzinerpredigt kämpften wir uns durch die Sturmböen und ließen uns von den herabfallenden Ästen und Baustellenplanen zum Glück nicht erwischen. Der Weg dorthin war schon ein Abenteuer. Und erst das Museum – es war für alle sehr beeindruckend.

Kriege gehören wirklich ins Museum!

 

 

Wie begeistert waren wir auch von der Mariahilfer Straße, eine kilometerlange Shoppingmeile und genug Zeit und Taschengeld, auch für die Lehrer!!!

Die Woche wurde nicht nur wettermäßig immer besser, denn am Donnerstag wagten wir uns ins Menschengetümmel. So selbstverständlich und doch zum jetzigen Zeitpunkt gerade schwer vorstellbar. Wir ließen den letzten Abend unseres Wienaufenthaltes in der Wiener Stadthalle gemeinsam mit tausenden begeisterten Leuten bei Holiday on ICE ausklingen. Wem Cats nicht zugesagt hatte, der kam schließlich hier voll und ganz auf seine Rechnung.

Von so viel Großstadt mit ihrer reichen Kultur und Geschichte und den unzähligen kilometerlangen Fußmärschen, starteten wir bereits sichtlich ermüdet am Abreisetag unseren letzten Programmpunkt im Prater. Im Wachsfigurenkabinett von Madame Tussauds gab es ein Meet & Greet nicht nur mit den bekanntesten Persönlichkeiten des Landes. Nein, es wurde sogar in der dort aufgebauten Weddingchapel ausgelassen und in Massen geheiratet.

 

 

So zehren wir von unseren Reiseerlebnissen und freuen uns, wenn wir wieder zur Schule gehen DÜRFEN.